13. März 2017

Eine Reise zurück - mit Koffein


Zufrieden. Ja das bin ich. Und ich denke auch, dass jeder Mensch zufrieden sein sollte. Aber ist Zufriedenheit auch Glück? Geborgenheit? Momentan habe ich nur ein Ziel vor den Augen: Mein Fachabitur zu erreichen. Und ja ich habe auch kein Problem damit zuzugeben, dass dies schon mein zweiter Anlauf ist. Wieso denn auch? Ist das etwas Schlimmes? Zeigt das meine "Dummheit", weil ich es das erste Mal nicht gepackt habe? Seit dieser, ich nenne sie jetzt mal vorsichtig 'vergeudete Zeit', bin ich wesentlich älter geworden. Reifer. Erwachsener.

Einige Jahre liegen nun dazwischen. Auch wenn ich manchmal denke, dass ich auf dieses Ziel damals umsonst hingearbeitet habe, stundenlang vor vielen Büchern und mit viel Koffein versucht habe mir den Lehrplan in den Kopf zu pressen, kann ich doch stolz sagen:
Es war gut so! Ich bin glücklich.

Glücklich genau darum, weil alles im Leben einen Sinn hat. Schicksal. Viele werden sicherlich anderer Meinung sein und das ist vollkommen ok. Aber ich sage, dass jeder Schritt der rückwärts gemacht wurde euch nur stärker und erfolgreicher nach vorne bringt! Wer weiß was passiert wäre, wenn damals alles anders gelaufen wäre.
Natürlich - ich war zu dieser Zeit wirklich eine Weile sehr frustriert und enttäuscht. Die Frage, die sich mir stellte: Warum hast du das nicht gepackt?
Heute blicke ich zurück und bin so unfassbar dankbar. Nach vielen Steinen, die sich in meinem Weg gelegt haben und die ich wegräumen musste, konnte ich nach der Schule meine Ausbildung mit so einem fantastischen Ergebnis abliefern. Ich war unglaublich stolz. Und ja, ich bin es heute noch. Denn das habe ich alleine geschafft. Stolz auf mich und meine Leistung. Stolz auf das, was man erreichen kann, wenn man möchte. Auch in diesen drei Jahren musste ich oft genug kämpfen und mich durchbeißen, weil nicht immer alles so läuft wie man es sich vorgestellt hat. Aber es wurde gut. Perfekt. Für mich.
Es war gut so!

Denn ich habe so viele Menschen kennengelernt, die ich so sehr schätze. Freundschaften geknüpft, die ich so vielleicht nie gehabt hätte. So viel erlebt, Spaß aber auch Arbeit. Von Tag zu Tag wurde ich erwachsener und sah die Welt mit anderen Augen.
Und ja, das ist der zweite Anlauf und ich glaube alles im Leben hat seinen Grund. Es ist wie eine Reise zurück in die Zeit von damals. Ich sitze wieder hier vor meinen Büchern, mit Koffein. Werde mir erneut bewusst, was ich von mir selber verlange. Ich weiß, dass es klappt! Ich glaube an mich und meine Lieben glauben an mich. Ich habe ein Ziel vor Augen. Auch über diesen Abschluss hinaus. Und auch wenn ich noch nicht sagen kann wo die Reise für mich hingeht, wo auch immer ich hingeschwemmt werde. Von der Masse getrieben oder gegen den Strom. Wir werden sehen.
Was ich sicher sagen kann:
Es wird das Richtige sein!

Versuche immer für das Gute bereit zu sein. Dinge auch erneut am Zügel zu packen. Heute glaube ich nicht mehr, dass es damals ein Versagen war oder Faulheit. Nein, heute denke ich an meinen Ehrgeiz auch nach dem Scheitern etwas erneut anzupacken. Meinen starken Willen durchzusetzen und meinen Weg zu gehen. Was ich sagen möchte: Glaubt immer an euch! Lasst euch von niemanden etwas einreden! Alles was passiert hat seinen Grund - und es wird sich lohnen! Zieht immer die positiven Seiten aus einer Situation. Aus einer Erfahrung. Jede dieser Steine, den ihr aus dem Weg räumt, macht euch stärker. Ihr dürft stolpern, fallen, pausieren. Aber was ihr nicht dürft ist aufgeben! Das ist keine Option. Niemals.

Ja. Neue Stadt. Alte Liebe. Ich bin glücklich. Ich packe mein Glück an der Leine und laufe los. Laufe durch die ewigen Straßen und fange wie ein Tornado sämtliche Infos ein. Sauge sie auf. Setze sie um. Und laufe wieder hinaus.










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6. November 2016

Hallo, Frau Nachbarin


Zwischen zwei Türen stehend erlebt man doch die unterschiedlichsten Menschen. Auch ich mache diese Erfahrung nun immer öfter. Und bewusster. Bevor ich in diese Siedlung zog war ich noch unwissend. Nichstahnend. Der Geruch der frisch gestrichenen Wände und nagelneuen Parkettboden stieg mir in die Nase. Der Moment an dem ich die Zusage erhielt, völlig zersaut und im Schlabberlook auf der Couch, fühlt sich noch genauso an wie vor einem halben Jahr.
Jedenfalls - hat hiermit ein neuer Abschnitt begonnen. Den Schlüssel in der Hand. Aufgeschlossen. Wohnung betreten. Noch nie hatte irgendjemand anders hier gehaust. Niemand benutzte die Küchengeräte. Das Bad. Es war neu. Meins. Unsers.

Ja es sind fremde Eindrücke. Fremde Menschen. Die dennoch nett und zuvorkommend sind. Aber es gibt nun mal diejenigen mit denen man gut zurecht kommt - und andere. Die, die dir gerne dein Leben etwas aufmischen möchten. Auch die ältere Generation kann durchhaus Sympathie wecken. Kann.
In den langen Sommernächten in denen wir das ein oder andere gekühlte Bier genießen, gemütlich herumliegen und uns stundenlang unterhalten. Der Geruch von langen Nächten. Regen auf dem warmen Asphalt. Und plötzlich wird dieser Moment zerstört. Ein etwas anderer Geruch von "Zigaretten" steigt mir in die Nase. Ihr wisst. Ok, jedem das seine - denke ich mir - und verschwinde nach drinnen.

Der Unterschied zwischen alt und jung kann manchmal ganz schön anstrengend sein. So mühsam. Wieso müssen wir Jungen - abgesehen davon dass wir wirklich keine Kinder mehr sind - Rücksicht nehmen auf die ältere Generation? Wo fängt Rücksicht an? Wo fängt ein Störenfried an störend zu sein? Es gibt diese eine Art von Senioren - in meinem Falle die linke Haustüre. Ein älterer Herr, verwitwet. Unglaublich charmant, ein Mann der seine Frau jahrelang gepflegt hat. Weil er sie liebte. Und nun dennoch versucht alles Schöne im Leben zu genießen. Zu schätzen. Unsere "Generation" zu achten, zu verstehen - und dran teilzunehmen. Ein Senior, den es nicht stört wenn wir jungen Wilden mal etwas lauter mit unserem Besuch reden. Oder auch um 2:00 Uhr nachts noch auf den Balkon gehen. Diese Art von Rentnern empfinde ich als perfekt. Kein Genörgel. Nur Verständnis. Denn auch ich respektiere deren Leben. Und ich freue mich umso mehr, wenn ich mit unserem täglichen Wahnsinn auch sein Leben aufregender machen kann. Und ihn an unserem Humor und Geschichten teilhaben lasse.

Die anderen. Ja - Anders anders. Vielleicht sind sie neidisch? Oder verbittert? Weil sie alleine sind und die Wohnung nur mit den Katzen teilen kann. Ich weiß es nicht. Aber genau das ist der Punkt. Diese Menschen, die nichts im Leben mit sich anzufangen wissen. Diese Art Menschen. die das Leben anderer interessanter findet. Und mit einer Prise Lügen das Leben der Mitmenschen etwas aufmischt. Ist es normal jeden Schritt der Nachbarn zu analysieren? Dokumentieren?
Ist es so abnormal seinen Rollladen zu schließen oder ein Telefonat zu führen, das vielleicht 5 Dezibel über dem Maximalwert liegt? In ihrem Leben Ja. Ein klares Ja. Als wären diese Nörgeleien nicht genug, da fährt Frau Nachbarin ihre Krallen aus.

"Sie sind zu laut. Sie streiten sich um 5 Uhr morgens und reißen die Rollläden hoch."
"Ach, was machen Sie denn nachts? Das hörte sich an als würden Sie Ihre Möbel kurz und klein hauen"
"Sie und ihr ständiger Männerbesuch. Wir sind hier doch kein Puff!"

Wohw. Wenn eine Dame höheren Alters einer gestandenen Frau mittleren Alters diese Argumente liefert, da fasse ich mir an den Kopf. Wo bin ich gelandet? Wo ist meine weitere (in meinem Alter) Nachbarin gelandet! Das ging ihr zu weit. Das geht uns zu weit. Lass uns was tun - sofort.
Die halbe Flasche Rotwein geleert. Fragen über Fragen. Warum ist die Dame so wie sie ist?
Ich bin mir sicher. Sie hat ein Problem. Ein großes. Und kommt mit der Jugend nicht klar. Und das liegt nicht an durchzechten Nächten, Alkoholkonsume und Männerbesuchen. Nein! Dies liegt schlichtweg daran, dass ihr Leben vorbeizieht und sie nochmal jung sein möchte.

Der Gegensatz zweier Menschen könnte anders nicht sein. Ja, Frau Nachbarin - die Heuchlerin sind Sie. Nicht er.


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17. August 2016

Liebster Blog-Award!

blog 

Ein Blog-Award? Ja gut, ein richtiger Award ist das natürlich nicht. Dennoch finde ich es als eine tolle Idee auch kleinere Blogs, die noch im Aufbau sind und sich gerade erst entwickeln, vorzustellen.

Vielen Dank an Ramona von passionandfruits für diese Nominierung :)
Ramona berichtet auf ihrem Blog über vegane Ernährung und ein bewussteres Leben. Ebenfalls könnt ihr hierbei auf leckere Rezepte und viel neue Motivation stoßen! Also für alle die sich mit diesem Thema beschäftigen - schaut auf jedenfall vorbei :)

Gerne beantworte ich in diesem Post deine Fragen an mich.

 1. Wie bist du zum bloggen gekommen und warum hast du dich für dieses Thema entschieden? 
Ich habe früher immer schon viel geschrieben. Sei es Tagebücher oder Briefe an mich selbst um meine Gedanken zu verarbeiten. Ich lese viele Blogs, sehe mir Youtube-Videos an und dachte mir, wieso nicht einfach selber bloggen? Ich habe kein spezielles Thema wie Kochen über das ich meine Leser faszinieren könnte, aber ich schreibe gerne über das Leben und seine Macken - mit einer Prise Humor.

2. Wie bist du auf den Namen deines Blogs gekommen? Gibt es eine Geschichte dazu? 
Ich habe lange überlegt welcher Name meinen Blog und meinen Charakter am ehesten beschreibt. Im Endeffekt aber wollte ich keinen ausgefallenen Namen, der keinen Sinn ergibt. Somit ist JasminJuin entstanden. Jasmin - logisch, mein Name und Juin ist franzözisch und steht für Juni - meinen Geburtsmonat. Vorallem kann man sich diesen leicht merken :)

3. Betreibst du deinen Blog hauptberuflich oder handelt es sich eher um einen netten Zeitvertreib? 
Momentan ist es "nur" mein Hobby und ich möchte mich hier einfach austoben und über das sprechen, was mich bewegt. Wenn ich irgendwann die Chance habe als Vollzeitbloggerin zu arbeiten dann werde ich dieses Angebot sicherlich annehmen.

4. Welches Ziel verfolgst du mit dem bloggen? 
Mein Ziel ist es einzig und allein meine Leser mit meinen Storys zu erfreuen und sie zum Lächeln zu bringen. Ich möchte, dass sich die Menschen mit meinen Artikeln identifizieren können und vielleicht auch mal schmunzeln, wie das Leben denn so spielt. 

5. Auf welchen Kanälen kann man deinen Blog verfolgen? 
Gerne dürft ihr mir auf Instagram, twitter und facebook folgen. Dazu muss ich aber sagen: Auf twitter bin ich kaum aktiv. Instagram hingegen nutze ich täglich. Sowie Facebook.

6. Hast du ein Hobby, welchem du leidenschaftlich nachgehst? (abgesehen von deinem Blog natürlich) 
Mein größtes Hobby ist das Reiten. Dem kann ich aber leider seit ich in eine neue Stadt gezogen bin momentan kaum nachgehen. Ich hoffe das ändert sich bald wieder. Außerdem interessiere ich mich für Fußball (ja, auch Frauen tun dies ab und an ;)) und bin alle paar Wochen im Stadion. 

7. Hast du dir schon mal Gedanken über nachhaltigeres Handeln in deinem Alltag gemacht? 
Ja natürlich. Gerade was das Wegschmeißen von Lebensmitteln angeht. Ich versuche immer nur das Nötigste einzukaufen um nicht zu viel wegzuschmeißen. Leider geht das nicht immer so wie geplant.. Außerdem muss ich dazu sagen, dass ich leider eine der Personen bin, die Lebensmittel nach Ablauf des MHD nicht mehr essen kann. Änderungsbedarf.

8. Gab es eine Situation/Film/Song, die/der dich kürzlich zu Tränen gerührt hat?  
Ach wisst ihr, was Filme/Bücher etc. bei mir auslösen - da bin ich wirklich zu emotional. Das letzte Mal war das eine Folge von GZSZ, als Sunny von Vince an dem Abend vor ihrer Hochzeit betrogen wurde.. Ja, das war wirklich traurig! Ich könnte bei jedem traurigen/glücklichen Momenten heulen haha. 

9. Was ist dein Spirit? Was treibt dich an? 
In erster Linie meine Mama und mein Freund. Ich würde alles für sie tun und versuche hierbei immer mein Bestes zu geben! Ich war nicht immer so ehrgeizig - gerade was Lernen oder so angeht. Aber nun würde ich alles tun um uns den Erfolg zu holen. Eines Tages werde ich meiner Mama alle Wünsche erfüllen können <3 

10. Hast du ein Haustier? Wenn ja, welches? 
Momentan leider nein. Ich hatte mal ein Pferd und einen Hund. Beide vermisse ich tierisch. Ich freue mich heute schon, wenn ich irgendwann mal wieder einen Hund habe den ich lieben kann. Diesen möchte ich dann unbedingt aus einer Tötungsstation etc. retten. 

11. Welchen Traum möchtest du dir in Zukunft gerne verwirklichen? 
Mein allergrößter Traum ist es mit meinem Freund nach Amerika zu reisen. Am liebsten würde ich gerne einen Roadtrip machen, der mehrere Monate geht.

Und jetzt kommen wir zu meinen Nominierten:

Micca testet leidenschaftlich gerne neue Beautyprodukte und teilt uns hierbei ihre Erfahrungen mit. Ebenfalls findet ihr viele Tipps und Tricks für den alltäglichen Gebrauch.

Yvonne beschäftigt sich auf ihrem Blog mit den Themen Gesunde Ernährung, Abnehmen und Fitness. Durch ihr aktuelles Fernstudium als Ernährungsberaterin ist sie hierbei ein optimaler Ansprechpartner!

Bei Claudia findet ihr zahlreiche, leckere Rezepte für alle Naschkatzen. Hier ist für jeden das passende dabei. Kuchen, Cupcakes und auch für Herzhaftes ist gesorgt. Da kriegt man gleich Lust sich in die Küche zu stellen.

Stefan ist ein wahrlicher IT-Spezialist und klärt uns auf seinem Blog über sämtliche nützliche Softwares, social media und Gadgets auf.

Meine Namensvetterin Jasmin teilt auf ihrem Blog ebenfalls leckere Rezepte was das Herz begehrt und arbeitet mit interessanten Partnern zusammen, für diese sie Produkte testet und bewertet.

Michael ist leidenschaftlicher Sportler und zeigt, was wir alles aus uns Sportmuffeln rausholen können. Er bereichert uns mit seinen Erfahrungen im Bereich Sport, Ernährung und Geist.

Sinah beschäftigt sich auf ihrem Blog mit der "Kunst des Überlebens". Sie legt sich nicht auf ein Thema fest, sondern schreibt über Beiträge wie z. B. Do it yourself, Rezepte, Rezensionen und vielem mehr. Seid gespannt und schaut vorbei.

Sarah bloggt über alles was das Leben schöner macht. Erwarten wird euch hierbei ein großes Spektrum von Lifestyle bis zu ihren Reisen in andere Länder. Auch Mode kommt hierbei nicht zu kurz!

Jan und sein Partner haben ein Blog-Projekt ins Leben gerufen bei dem es um die digitale Gesellschaft dreht. Ihr habt auf dieser Platform die Möglichkeit euch untereinander auszutauschen, zu kommentieren und sogar eure eigenen Beiträge zu posten. Ein interessantes Experiment.

Annie aus dem schönen Frankenland führt einen Modeblog, der uns ihre neuen Looks, Inspirationen und Beautyprodukte zeigt. Und dass man ein Kleidungsstück auch länger als eine Saison tragen kann.

Daya beschäftigt sich mit Themen, Menschen, Tipps und Tricks rund um das Thema Tanz und wie sie davon inspiriert und beeinflusst wurde. Hierbei dreht sich alles um die Leichtigkeit, Bewegung, Gedanken und unseren Körper.



Meine 11 Fragen an die Nominierten:

1. Was hat dich dazu bewegt einen Blog ins Leben zu rufen?
2. Mit was fotografierst du? Iphone, Spiegelreflex etc.?
3. Woher holst du dir deine Anregungen für deine Beiträge?
4. Wo möchtest du unbedingt mal hinreisen?
5. Gibt es einen Grund dafür?
6. Hast du ein Lebensmotto?
7. Gibt es einen Lieblingsblog den du regelmäßig liest?
8. Auf welchen Gegenstand könntest du nicht verzichten?
9. Hast du einen Traum oder dir diesen sogar schon erfüllt?
10. Wo siehst du deinen Blog in 5 Jahren?
11. Welche 3 Eigenschaften gefallen dir an deiner Persönlichkeit?


Ich freue mich auf eure Teilnahme :) Kommentiert gerne diesen Post sobald euer Beitrag online ist. Ich bin gespannt wie eure Antworten lauten.



Hier nochmal die Regeln

1. Bedanke dich bei der- bzw. demjenigen, die/der dich nominiert hat. (Mit Verlinkung zu dem jeweiligen Blog)
2. Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt.
3. Nominiere 3,5, 8 oder 11 weitere Blogger mit weniger als 300 Followern für den "Liebster Award"
4. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen
5. Schreibe diese Regeln in deinen "Liebster Award"-Beitrag
6. Kopiere eines der "Liebster-Award"-Logos in deinen Beitrag.


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14. August 2016

Nur zu deinem Vorteil.

Es klingt so, als wäre es ein schlechter Traum gewesen. Ein Film, der ohne dein Einverständnis gedreht wurde. Und die Regie das Drehbuch einfach so umgeschrieben hatte - ohne dich zu fragen. Manchmal fühlt sich das Leben so an wie bei der versteckten Kamera. 

Denn wenn du denkst, dass die Vergangenheit lange hinter dir liegt und sie dich doch nochmal einholt. Du deinen Ohren nicht trauen kannst. Und willst. Du glaubst wirklich das Menschen sich ändern können. Aber sie dann alles ins Gegenteil stellen? Du denkst du kannst in jedem Menschen etwas Gutes sehen? Und innerhalb 15 Minuten scheitert deine ganze Illusion. Du hast immer verteidigt. Und du wirst ganz fest an die Wand gedrückt. Und alle anderen haben plötzlich Recht. Und du bist auch noch so naiv und denkst, dass Situationen Menschen verändern. Du denkst, dass eine Abwesenheit den Charakter umkrempeln kann. Geirrt. Getäuscht. Enttäuscht. Weil du glaubst dass es besser wird. Und du wirst eines Besseren belehrt. Obwohl es sich anders angehört hat. Und angefühlt. Aber im Endeffekt alles nur Schau und Illusion.


Der Wahrheit ins Gesicht zu sehen kann manchmal wehtun. Und es macht dich unglaublich wütend, dass all deine Vorstellung verfliegt wie Staub. Zerspringt wie eine Seifenblase. Und obwohl es dich eigentlich nicht interessieren sollte, es dich trotzdem beschäftigt.

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Manchmal sind Menschen einfach nicht das, was man sich erhofft. Und es passieren Dinge, die man auch gerne anders erlebt hätte. Doch wenn man sein Leben lang auf etwas wartet - oder auch nicht - dann hat es einen Grund. Sollte es zumindest. Es muss wirklich ein guter Grund sein, denn sonst passt irgendetwas nicht zusammen. Unstimmig. Vielleicht hat es manchmal einfach keinen Wert auf etwas zu hoffen und zu warten, dass nie passieren wird. Manchmal sind Träume einfach Träume und Realität ist Realität. So ist das nunmal.
Es ist nur so furchtbar traurig manch' Menschen in sein Leben zu lassen, die nichts in dir bewirken. Rein gar nichts. Sie sind einfach da, aber lösen keinerlei Gefühle in dir aus. Weder Freude noch Trauer. Sie sind in deiner Nähe und doch spürst du es nicht. Und das Schlimmste: Dir ist total egal was mit ihnen passiert und was sie tun.

Wer kennt das nicht? Wir stehen in einem Teufelskreis und drehen uns wild herum. Vorwärts, rückwärts, seitwärts. Die eine Türe ist die Wahrheit, die andere die Lüge. Ein ewiges hin und her weil du selber überhaupt keine Ahnung hast was richtig und was falsch ist.
Vielleicht ist die Zeit aber noch gar nicht reif genug um dir diese Antwort zu geben. Eventuell vergehen auch noch Jahre bis du siehst was dieser Mensch dir mit seinen Handlungen sagen möchte. Ob die ganzen Versprechen eingehalten werden. Und aus großen Tönen auch Taten folgen. Vielleicht, ja vielleicht hat er bewusst alle Entscheidungen in seinem Leben so gelenkt um auf etwas aufzubauen. Und erst dann wirst du sehen ob sich deine Aufregung gelohnt hat. Und du doch etwas gesehen hast, was bisher noch nie da war. Unentdeckt. Bestätigt zu bekommen, dass du Recht hattest. Und es allen Kritikern zeigst.


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2. Mai 2016

Mit einer Ladung Erfahrung und Selbstbewusststein

Es ist lange her als ich das letzte mal ein Tagebuch angerührt habe. Geschweige denn geschrieben. Das war wohl zuletzt als ich 11 war. Oder 12. Ganz genau kann ich das nicht sagen. Ich weiß nur, dass zu viel Zeit vergangen ist. Ich habe immer gerne geschrieben. Mir meine Gedanken notiert und von der Seele auf Papier gebracht. Sei es der Streit mit der besten Freundin oder ein Gedicht für den Verlust meines Haustieres. Aber was rede ich da? Die einzigen Sorgen die ich als Kind hatte, war letztlich ganz allein die Angst, dass mein Schwarm mich nicht gut fand. Oder den Liebesbrief mit "Nein" beantwortet. Ihr wisst.

Heute ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich mich wieder dazu hinreißen lasse. Dazu hinreißen sollte. Muss. Es passieren unglaublich viele Dinge in dieser Welt. Sei es fabelhaft, verrückt oder tragisch. Heute tippe ich mir meine Notizen in das Smartphone. Praktisch. Aber auch unnötig. Früher, ja, da hatte ich mein Tagebuch mit Pferdelogo und Sicherheitsschloss - um es vor den neugierigen Augen meiner Schwester zu bewahren. Und heute. Alles ist so unantastbar. Ein bisschen Technik und alle drehen durch.

Ich lese gerne Bücher. Ja, wieder. Früher las ich Wendy-Hefte, die BRAVO. Und wenn es hart auf hart kam auch die Bürger-Ortsnachrichten. Inzwischen liebe ich Bücher. Romane. Die meinen Kopf zum Sprudeln bringen. Ab einem gewissen Alter legst du deine alten Gewohnheiten ab. Hörst auf dir Comics durchzulesen. Sondern Nachrichten. Überall. Print und online. Sogar mit Liveticker und Push-Benachrichtigung. Das ist es doch. Ja. Und heute interessieren mich Geschichten in aller Welt. Zu wissen,was geschieht. Hier. Und überall.

Ich nehme mir fest vor wieder zu schreiben. Auf Fernsehen und Instagram zu verzichten. Entfliehen.
Bewusst. Früher. Ja früher, da hatte ich sämtliche Briefe geschrieben. Alle sorgfältig verpackt in weiße Briefumschläge. Mit einer kleinen Notiz darauf. Und verschlossen. Es hat zu mir gehört. Voller Trauer, Wut und Angst den Stift in die Hand zu nehmen und zu erzählen. Um sie irgendwann wieder zu öffnen und darüber zu lachen. Alle sammelten sie sich in dem bunt verzierten Karton. Mit sämtlichem anderen Kram. Bilder. Chatverläufe. Erinnerungsstücke.

War ich denn so blöd? War ich denn so naiv? Werde ich mich eine Tages fragen. Und ich werde grinsen. Und lachen. Und vielleicht auch die ein oder andere Träne vergießen, wie schön diese Zeit doch war. Gesammelt in einer Kiste voller Erinnerungen. Mit einer Ladung Erfahrung und Selbstbewusstsein im Gepäck.

Seit einiger Zeit aber habe ich aber diese kleine Box voller Emotionen, Glück und Enttäuschung nicht mehr angerührt. Und seit langem - wirklich langem - nicht mehr gefüllt. Ich weiß nicht an was es fehlt. Ich bin älter geworden, ja. Und habe nicht mehr die kleinen Sorgen, die für mich damals ein riesen Ding waren. Vielleicht ist es ein Zeichen dafür, dass man erwachsener wird. Sich mit richtigen Problemen auseinandersetzt und die kleinen beiseite schiebt. Aber irgendwie fühle ich mich noch nicht so weit. Ich möchte weiterhin meine Gedanken festhalten. Jedes Detail. Und auch wenn ich es liebe hier auf diesem Blog mein Erlebtes festzuhalten, meine Luftschlösser zu bauen, ist es nicht das selbe das es vor 10 Jahren war. 10 Jahre. Ewigkeit.

Und nun tippe ich diese Zeilen auf meinem Balkon in den Laptop. Anstatt mir einen Stift zur Hand zu nehmen. Und auf altmodisch schreibe. Blatt Papier und Stift. Ja. So denken wir - und müssen es uns eingestehen. Denn ohne die Technik könnten wir nicht mehr leben. Fakt.



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